21.08.2013

Bewegung und Muskelaufbau

Nachdem ich jetzt zum dritten Mal meine Beine auftrainieren darf und zusätzlich den Aspekt einer nicht so leichten Verletzung in das Training mit einbeziehen muss dachte ich, ich schreibe mal generell was über den Kraftaufbau nach so einer OP. Rückblickend auf drei OPs un davon  zwei MPFL Plastiken hast sich doch da einiges zusammen getan.

Wer denkt das die OP oder das Wunden lecken im Anschluss viel abverlangt der wird schnell merken dass die Wiedererlangung der sportlichen Leistungsfähigkeit einen an die Grenzen bringen kann. Sicherlich will nicht jeder nach so einer OP wieder Fußball, Tennis oder in meinem Fall Eis- und Inlinehockey  spielen, aber die Bahn erwischen, den Enkel schnappen bevor er die Tischdecke vom Tisch zieht, oder einfach so trainieren erfordern eben eine gewisse Grundfitness die man nach der OP einfach verloren hat. Bewegung, Koordination und ganz normale automatische Bewegungsabläufe sind dann erst mal nur rudimentär vorhanden und müssen mühsam wieder aufgebaut werden. 
Gerade die Koordination der Bewegungsabläufe ist total hinüber. Eins meiner Lieblingswörter die ich in der Zeit gelernt habe war die Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation eine Freude für jeden Logopäden und je nach Verletzung und Zustand des Patienten  eine Herrausforderung für jeden Physiktherapeuten. Während der Physiotherapie kann man schon viel erreichen, leider ist die Anzahl der Behandlungen begrenzt und die Zeit sehr gering. Und sobald man wieder laufen kann ist der Soll ja auch erfüllt. Will man jetzt weiter kommen  und beweglicher und kräftiger werdenbleiben einem verschiedene Wege zur Auswahl: Sport zu Hause, Fitnessstudio, Wassergymnastik usw . Der, meiner Erfahrung nach, beste Weg war es damals nach der Physiotherapie in eine MTT (Medizinische Trainingstherapie) über zu gehen bzw. KG-Gerät also Krankengymnastik am Gerät.  Das klingt total logisch wenn man es weiß, aber viele hören das zum ersten mal oder Ärzte erwähnen das nicht.

Die MTT empfand ich als gute Vorstufe und ist Mittlerweile auch mein Ersatz für das Fitnessstudio, aber das nur aus Faulheit, Entfernung weil man sich mit den Leuten so gut versteht. In "meiner" Praxis ist das Training auch für nicht Patienten offen, was aber nicht überall so ist! Durch die Übungen wurden mittels eines festen Trainingsplans der individuell zusammen gestellt wird erstmal die Koordination und die Beweglichkeit gefördert und nach ein paar Wochen ging man dann zur Kräftigung der Muskulatur über. Also Pumpen ;) !
Oberflächlich betrachtet sind das alles Übungen und Gerätschaften, die jedes Fitnessstudio hat. Therabänder, Gummibälle, Geräte, Schlingentrainer ect.pp. Man lernt aber unglaublich viel über saubere Ausführungen, Körperhaltung,Ablauf und welche Übung nach einer anderen folgen sollte bzw. könnte. Training in geschlossenen und offenen Ketten, alles Dinge die einem später beim Umzug in ein Studio im Gedachtmiss bleiben.
Der Effekt zwischen Leuten zu trainieren die ebenfalls so eine Verletzung hatten, die schon weiter sind oder zu sehen wie man selber besser wird ist eine gute Motivation. Hinkend und ohne Muskulatur sowie unbeweglich im Fitnessstudio ist sicherlich etwas das sehr demotivierend wirken kann.


Der größte Effekt, und das ist nur meine eigene Meinung, ist aber, dass mental Unterstützt wird. Aus meiner Erfahrung heraus ist der Kopf nach so einer Verletzung oder OP stärker Verletzt als das Gelenk. Angst, übervorsichtige Bewegungen oder mangelnder Mut können so eine vollständige Genesung heraus zögern. Jedes zwicken und ziehen, jede kleine Schwellung oder Veränderung die man seltsam findet können einen da verunsichern und einen daran hindern die Grenzen der Beweglichkeit und der Belastbarkeit zu verschieben. Oft ist einem auch der Unterschied zwischen - das MUSS wehtun , und das sollte nicht weh tun - nicht bekannt und man lässt es dann, oder übertreibt es. Bei einfachen Kniebeugen kann man so viel falsch machen. Da ist es gut wenn man wen zur Hand hat der der sich wirklich damit auskennt. Ich für meinen Teil konnte so meine Leistung sukzessiv steigern und hätte nach 3 Rezepten KG am Gerät  (18 Behandlungen , 2x Pro Woche =  9 wochen) in einem normalen Studio weiter trainieren können.

Schön fand ich auch die Hinweise von Außenstehenden die mal gehört haben dass man doch viel Fahrrad fahren soll. Nicht das ich als passionierter Mountainbiker eh schon viel Bike sehe ich dabei keine Kräftigung der Muskeln für den Alltag. Biken ist super, keine Frage, ein super Cardiotraining und man sollte auch öfter das Auto stehen lassen für ein paar km, und wenn man ordentlich fährt ist es  auch gut fürs Knie. Aber es kann nach so einer Verletzung nicht ein Training ersetzen das darauf abziehlt seinen Körper wieder den früheren Zustand zu versetzen. Allein im Bein befinden sich so viele Muskeln die nur in bestimmten Haltungen oder bei endgradiger Bewegung ausreichend stimuliert werden um dem Körper einen Anreiz zu geben diesen Muskel weiter auszubauen. Das kann man mal Testen indem man mal die Beinpresse im Sitzen und einmal im Liegen benutzt. Gleiches Gerät, gleiches Gewicht, anderer Effekt. Das beste Beispiel ist hierfür ist aber der vastus medialis, also der innere der 4 Muskeln im Oberschenkel die für die Streckung Verantwortlich sind. Gerade im Fall von Kniebeschwerden durch Luxationen oder zu weit außen sitzen Kniescheiben spielt dieser eine tragende Rolle, da er hilft die Kniescheibe innen zu halten. Und weil man eben nichts umsonst bekommt lässt dich dieser nur dann trainieren wenn man in den letzten 10° der Streckung ist. Wenn man das Knie jetzt Wochen nicht in der vollen Streckung hatte kann man sich vorstellen warum dies so schwer ist, eben weil keine Muskulatur da ist. Wenn man mit den Gedanken jetzt aufs Bike steigt wird man schnell  merken, dass man das Bein nur beim Absteigen voll streckt, nicht aber  beim Fahren und auch kaum bis gar nicht unter Last. Einder der Gründe warum man als Fahrradfahrer auch  spiezelles Training macht um diesen Muskel aufzubauen und Kniebeschwerden zu vermeiden.

Das ist auch einer der Gründe, weswegen es mit der Streckung meist länger dauert als mit der Beugung, die mit dehnen und bewegen erreicht wird. Irgendwann konnte ich den Satz für die Streckung muss man arbeiten und für die Beugung "nur" Leiden nicht mehr hören.

Warum es eine gute Idee war die MPFL-Plastik machen zu lassen:

Als ich mir 2010 zum dritten mal meine Kniescheibe luxiert hatte war sowohl der Wunsch, die Notwendigkeit als auch die medizinische Indikation für eine MPFL Plastik klar gegeben. Irgendwann muss man dann eben mal einsehen, wann das Risiko zu groß wird. Auch die anschließende Zeit mit laufen lernen war länger als noch im Alter von 17 Jahren. Als es dann 2012 um das anderen Knie ging, wo die Kniescheibe nur einmal luxiert ist, ich aber nach dem Sport öfter Schmerzen hatte war die Frage ob OP oder konservative Behandlung weitaus schwieriger. 3 Ärtze 4 Meinungen, wie man das so kennt. Den inneren Quadtrizeps auftrainieren und damit die Kniescheibe weiter in die Mitte zu bekommen um weitere Probleme zu vermeinden klang verlockend. Keine OP, keine Schmerzen, nur viel viel Arbeit! Da Muskeln aber nicht ewig stark bleiben und durch andere Verletzungen auch schnell an Größe und Kraft verlieren kann dieser Weg auch gefährlich sein!

14 Monate später weiß ich, dass die OP definitiv der richtige Weg war. Im nachhinein kommt  mir die OP und das schwitzen bei der Physio und dem Kraftaufbau doch relativ einfach vor, auch wenn ich weiß das es ne harte Zeit war und man sich das schön redet. Durch das kaputte Sprunggelenk ist meine Oberschenkelmuskulatur  dahin, sicher tranierter als bei anderen die ohne viel Sport in so eine Verletzungsphase kommen, aber weitaus weniger Kraft als noch vor 9 Wochen als man 86kg einbeinig auf der Beinpresse drücken konnte.
Durch den Mukelschwund merkt man, dass das Knie auch minimal instabil geworden ist, was sicher auch mit der Standfähigkeit des Fußes zu tun hat. Das Knie leistet derzeit Mehrarbeit und muss viel ausgleichen, was der Fuß sonst übernommen hat. Wenn ich jetzt daran denke wie die Zeit wäre ohne die MPFl, mit dem Grad Muskelschwund... autsch! Nichtsdestrotz bleibt die MPFL Plastik eine große OP mit vielen Risiken und keiner schönen Zeit in der Nachbehandlung. Aber ich glaube das war die richtige entscheidung. Man muss sich ja nicht gleich drei Knochen brechen, es reicht ja auch ein Bänderris beim Umknicken und schon ist man 4-6 Wochen raus.

Sonst könnte man sagen "es läuft"wieder, wenn auch langsam und abgehackt.  Die Krücken sind weg, wenn auch erst seit gestern und laufen lernt man jetzt wieder langsam und mühsam von vorne. Die Platte auf der Außenseite mit ihren Schrauben nervt sondergleichen und ab und an durchzieht ein richtig übler stechender Schmerz das Gelenk incl der Muskeln, das wird aber weniger. Auch das Aufstehen nachlängeren Ruhephasen wird leichter. Sonst war es so, dass man nach längerer Ruhephase kaum gehen konnte. Auch das wird langsam besser.
Was mir aber Kopfzerbrechen bereitet ist die Tatsache, wie man in den Schlittschuh / Inliner kommen soll. Rein kommt man, aber der Schuh ist nicht schnürrbar weil die Außenseite auf eine der  Schrauben drückt. Das ist wie, als wenn sich die Schraube durch das Reiben im Schuh dürch die Haut frisst... Sollte das pasieren drehe ich sie einfach raus! ;)


Kleine Randanekdote aus dem Profisport:

Als sich Gregory Campbell der Boston Bruins im Conference Finale der NHL Anfang Juni bei einem geblockten Schuss das Wadenbein gebrochen hat und mit diesem Bruch noch aufgrund einer Unterzahlsituation weiterspielte, hätte ich nie gedacht dass man dies kann. Ein paar  Wochen Später habe ich gelernt, dass man mit drei gebrochen Knochen in der Lage ist sich auf Skates fortzubewegen, auch wenn das sehr schmerzhaft ist. Wie man hier sieht. 2 Monate später kreuzen sich die Erfahrungen wieder. Die gleichen probleme mit dem Schuh und auch an die zeittige Wiederaufnahme des Sports erstmal nicht zu denken!

"So it's underneath my skate there on the side. So when I tightened it up and I moved my ankle back and forth, I actually felt the screws, which surprised me because I didn't think I would. But I was talking to people; I have to tweak the boot a little bit so there's not much pressure on the area."  nhl.bruins.com




6 Monate bleiben die Schrauben mindestens drin, am 2.Juli war die OP und am 2. Februar ist der Superbowl, na wenn das nicht passt und man denn evt an dem Montag keinen Urlaub braucht! :D

30.07.2013

1. -5. Woche nach dem "Bandencheck"



Das unschöne an einer Sprunggelenks-OP ist, dass man keine großen Sprünge erwarten darf... haha! Schon Wahnsinn wie langsam das alles läuft. Beim Knie wurde die Gradzahl immer höher in der man das Knie bewegen konnte. Die Geschwindigkeit in der man das Knie bewegt und auch der Gang wurde Woche für Woche anders. Außerdem konnte man nach 2 Wochen mit der Orthese schon Dinge tragen und brauchte keine Gehhilfen mehr... 5 Wochen am „Stock“ sind eine lange Zeit. Aber zurück zum Anfang:

Das gebrochene Sprunggelenk wurde 5 Tage nach dem Unfall Ende Juni osteosynthetisch versorgt. Am Außenknöchel gab es 4 Schrauben mit Platte, am Innenknöchel eine Schraube quer durch den Knochen u ein verschieben der Knochen zu vermeiden.

1. Woche Post-OP
Der Fuß war ziemlich dick geschwollen und grün und blau. Schmerzen hielten sich in Grenzen und eine Drainage wie bei der Knie OP war nicht von Nöten. Die Wundheilung verlief Komplikationslos. Das schlimmste, was man beim Knie nicht hatte, waren die Schmerzen wenn man den Fuß aus dem Bett gestellt hat. Der Druck der auf einmal im Fuß herrscht ist sehr unangenehm. Der Fuß war gestreckt und einer Schonhaltung die das absetzen auf die Sohle fast unmöglich gemacht hat, Ansonsten galt das übliche, Kühlen Hochlagern und Finger von der Wunde lassen!



2. Woche Post-OP
Weiterhin hoch legen und kühlen, was angesichts der Temperaturen der letzten Wochen nicht so leicht war wie man sich denken kann. Zur Unterstützung und zur Schmerzlinderung gab es einen Vacoped-Stiefel. Ein Stiefel mit Klettverschlüssen in dessen Futter Taschen hat wo kleine Kügelchen drin sind. Lässt man die Luft aus den Taschen (ähnlich wie bei den Beuteln wo man mittels Staubsauger die Kleidung verpacken kann) wird der Schuh innen hart und passt sich dem Gelenk an. Ähnlich wie ein Gips. Vorgabe war, diesen Stiefel, Zitat, ein paar Tage zu tragen. Alles unter Zuhilfenahme der Gehhilfen.

3. Woche Post-Op
Nachdem die Fäden entfernt wurden, war das Ganze erträglicher und man konnte mit dem Fuß mehr machen. Zusätzliche Lymphdrainage half beim abschwellen und eine Belastung war nach und nach Schmerzadaptiert möglich. Dann folgte der obligatorische Besuch beim Orthopäden. Ohne den Stiefel, solide in Turnschuhen, Sohlenkontakt und mit Abrollbewegungen. Epic Fail! Der Orthopäde war sichtlich angefressen, dass ich mit dem unversorgten Bruch SO durch die Gegend lief! Auch wenn ich mich strikt an den Behandlungsplan der Chirugen hielt. Er hätte auch anders operiert und das Sprunbein ebenfalls mit einer Schraube versorgt! Letztentlich wurde sogar eine zweite OP angestrebt, da der Bruch des Sprungbeins sich verschoben haben könnte. In Folge dessen sollte ich später wieder kommen und bis dahin den Stiefel tragen, und Bodenkontakt meiden. Was natürlich sehr unbefriedigend war.

4. Woche Post-OP
Der Fuß ist größtenteils Abgeschwollen und nur in Nähe der Kapsel noch dick, bzw. schwillt mal an bei Belastungt. Die Zuckungen im Fuß durch die Heilungen nehmen zu, ähnlich wie bei der Knie OP aber stellen kein Problem dar. Eis und Hochlegen hilft dabei, den Fuß schnell wieder auf Normalgröße zu bekommen und Schmerzen zu regulieren die ab und an mal aufreten. Schmerzmittel sind aber seit der dritten Woche nicht mehr von Nöten.

Das angesprochene CT war unauffällig. Die Knochen heilen gut, der Bruch des Sprungbeins ist unauffällig und hat keine Stufen gebildet. Die Heilung läuft nach Plan und sollte Ende der 6. Woche abgeschlossen sein. Ebenso darf eine Belastung des Fußes jetzt erfolgen. Unter Druck und der damit verbundenen besseren Durchblutung des Fußes soll die weitere Heilung angeregt werden. Der Gedanke einer zweiten OP war sicherlich nicht schön. Zumal eine operative Versorgung des Sprungbeins eher als nebensächlich angesehen wurde und man den Bruch „vernachlässigen“ konnte... Schön dass dies jeder anders sieht! Ob das jetzt Glück war das der Bruch nicht verschoben ist, oder einfach nur übertriebene Angst des Orthopäden wird man wohl nicht erfahren. Hauptsache der Fuß heilt vernüftig!

5. Woche Post-OP
Den „wärmenden“ Stiefel kann man langsam mal ablegen und den Fuß mehr und mehr bewegen. Bei der Physiotherapie sollte auch mehr möglich sein und die gesteigerte Belastung hilft dabei wieder vertrauen in den Fuß zu bekommen. Nächste Woche noch, und dann kommt der Schuh weg. Gut ist auch, dass die 5. Woche die letzte Wochen mit gelbem Schein darstellt und somit ab Montag wieder der Arbeitsalltag vor der Tür steht. Dann kann man sich auch langsam von Krücken und Schuh endgültig verabschieden und wiede Auto fahren.

Fraktur des Sprungbeins im Schnitt (4. Tag nach dem Unfall)



Sprungbein 31. Tag Post OP


Auswirkungen auf das Knie:

Durch das exzessive Training der letzten Monate und der damit verbundenen Muskulatur der Beine habe ich keine negativen Auswirkungen auf das Knie feststellen können. Eigentlich bin ich sogar um die Reihenfolge der Verletzungen bzw, Operationen froh, nicht jedoch über die Tatsache! ;) Vor der letzten MPFL wurde mir erst Nahe gelegt das Knie konservativ zu behandeln. Also auf-trainieren und durch Kräftigung des Quadtrizeps und Beinachsentraining. Wenn ich mir also vorstelle jetzt 1,5 Jahre intensivst am Oberschenkel gearbeitet zu haben und durch so eine Verletzung am Sprunggelenk wieder Muskulatur am Bein einzubüßen war die OP sicher die bessere Alternative. Zumal, abgesehen von der idiotischen Idee SO in der Bande zu bremsen, ich besser Spiele, das Gefühl im Knie besser ist, die Leistung beim Sport besser und die Schmerzen nach dem Sport quasi weg sind. Dennoch ist viel Muskelmasse auf der Strecke geblieben. Das Unterschenkel des operierten Beines ist recht dünn und würde rasiert sicherlich gut zu jedem Kleid passen. Da kommt eine menge Arbeit auf einen zu bis man wieder aufs Eis oder auf Inliner kann. Wen überhaupt in nächster Zeit. Platte und Schrauben sind außen sichtbar und man kann sie fühlen durch das wenige Fleisch am Knöchel. Die Frage ist also, und dafür erntet man genug Kopfschütteln, passt der Fuß so überhaupt in den Schuh oder scheuer ich mir damit nicht sogar alles Wund. Von Innen! Aber diese Antwort gibt es wohl erst in 2 Monaten! :o






30.06.2013

Knie ganz, Fuß kaputt! Karma is a bitch...

Nach längerer Pause, bedingt durch Jonb und Privatleben wurde ich die Woche Schmerzhaft daran erinnert das man wieder was schreinben sollte! Der letzte Eintrag ist schließlich schon länger her!

Das Knie ist nach wie vor sehr Stabil! Diverse Trainingseinheiten beim Inlinehockey, Mountainbiken sowie Wöchentlicher Kraftsport steckt das Knie locker weg! Keine Schwellungen, schmerzen oder limitierung der Bewegung. Eigentlich fällt es schwer was zu schreiben, wenn es keine Probleme oder Änderungen gibt. Muskelaufbau lief konstant und der Kopf wird auch immer freier. Sprünge aus dem Stand auf eine Bank oder herunten sind kein Problem. 134 Kilo auf der Beinpresse sind ebenfalls zu schaffen, wenn auch nur ein paar mal!

Unterm Strich ist das Knie stabil, stabiler als der Fuß! Donnerstag beim zocken in einer Hobbytruppe hat der Skate mit das Sprunggelenk 3x gebrochen. in 2 Tagen wird operiert. Platte, Schrauben, das volle Programm! Ich bin gespannt wie das Knie diese Ruhigstellung wegsteckt , wie der Muskelabbau Probleme bereitet und wie lange es dauert, bis man an dem Punkt ist, wo man vor einer Woche noch war!

Also in Zunkunft statt MPFL-Plastik "vom Nageln und schrauben"...

22.02.2013

2 Jahre - 2 Monate - 14 Tage -



2 Jahre - 2 Monate - 14 Tage -

so lange hat es gedauert um jetzt wieder "voll" einsteigen zu können! Dazwischen 3 OPs (ASK + 1x MPFL links und rechts ) und dem gescheiterten Versuch im letztem Jahr, wieder zu spielen.

Viel Erwähnenswertes passiert leider nicht am Ende einer solchen OP. Während man am Anfang immer neue Eindrücke bekommt und sich Wöchentlich etwas ändert, ist es am Ende eine längere Phase wo man Veränderungen feststellt!

Das Jahr 2013 geht bist jetzt mit der Rekonvaleszenz problemlos weiter! Dem Ausflug aufs Eis folgte Mitte Februar die erste Runde Inlinehockey beim alten Team. Eigentlich eine ungeplante Aktion. Von jetzt auf gleich hatte ich beschlossen "heute Abend ist ein guter Zeitpunkt dafür". Die Freigabe hatte ich zwar vorher schon, aber Defizite in der Muskulatur und der Balance haben mich selbst noch davon abgehalten die Schuhe zu schnüren.

Positiv ist, ich habe es geschafft die Eishockeyausrüstung fehlerfrei an zu ziehen und das auch in der richtigen Reihenfolge. Über alles was danach kam sollte man den Mantel des Schweigens legen. Der sportliche Ehrgeiz war sicher da aber  man würde wohl sagen: "Hat sich redlich bemüht mit zu spielen". Es ist unglaublich wie sehr man abgebaut hat was das Mentale angeht.  Natürlich bin ich langsam, der Antritt fehlt und das Bremsen ist nur mit größter Anstrengung möglich. Gut, das war mir klar, aber wie langsam die Befehle umgesetzt werden, unglaublich!  Laufen, mit dem Stock den Ball führen, Pass annehmen und schnell entscheiden ob man weiter passt oder läuft... da vergehen gefühlte Ewigkeiten, die es dem Gegenspieler leicht machen einem den Ball abzunehmen.   Auch das Wechseln von Vorwärts auf Rückwärts, ein  Richtungswechsel... alles dauert länger oder man hat einen Zwischenschritt in der Bewegung. Problematisch, und hier sehe ich das größte Risiko neben dem Körperspiel, sind ungeplante Aktionen. Situation wo man aus dem Affekt heraus reagiert und keine vorher geplante Bewegung ausführt. Es heißt also jetzt, Routine ins Spiel zu bringen, Abläufe neu lernen und vor allem Vertrauen ins Knie und das eigene Können aufbauen! Als Ziel habe ich mir 3 Monate gesetzt in denen man es schaffen sollte so weit zu kommen, dass man evt. noch ein Ligaspiel mitspielen könnte...

3x die Woche spielen wäre sicher wieder das absolute Optimum, aber die MTT muss auch noch ihren Platz finden. Hinknien und auf die Ferse setzen zieht noch im Knie. Treppe runter ist immer noch schwer, und das Laufen wird so langsam (8-10 km/h). Einbeinige Kniebeugen sind ebenfalls nicht möglich, sowie aus der Hocke springen. Der Schmerz unter der Kniescheibe ist nach wie vor präsent, stört aber nicht beim Hockey!

In 3-4 Wochen steht das erste Zocken auf dem Eis mit Puck an, bis dahin müssen ein Paar Bewegungen aus dem FF sitzen, da Eis schneller und auch einen Ticken gefährlicher ist. Angst ist da aber keine, eher so ein nervöses Kribbeln ...

14.01.2013

Wenn es einem besser geht...




.... vergisst man einfach viel, bzw hat viel zu tun!

Für ein frohes neues Jahr ist es sicher schon zu spät, aber etwas Anstand gehört dann ja doch noch dazu. In diesem Sinne also allen mitlesenden ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr!

Seit dem letzten Eintrag hat sich einiges getan. 3 Wochen Urlaub, Weihnachten, Neujahr und dann wieder der Arbeitsstress. Also alles Gründe, warum hier nicht mehr wirklich viel passiert ist. Asche auf mein Haupt, aber auch Indiz dafür, dass man einfach wieder viel machen kann mit dem Knie.

Aber alles Step by Step!

Dem Knie an sich geht es soweit gut. Keine Schwellneigung, keine Belastungsschmerzen nach dem Sport und auch sonst keine Reizungen im Alltag. Was nach wie vor Probleme bereitet ist das Laufen, der Treppe runter hakt es noch was und zieht unter der Kniescheibe. Ebenso ist beim Training der Curl ist nach wie vor der größte Feind. Einbeinig sind es da zwar mittlerweile 12 Kilo die bewegt werden, aber bei ca 30° Beugung ist da immer noch so ein fieser Schmerz im Knie. Genauer gesagt unter der Kniescheibe, innen liegend. Mal mehr, mal weniger. Wie schon einmal erwähnt, ist dies der selbe Schmerz wie beim letzten mal, und ich hoffe, dass er wieder weg geht.

Erster Meilenstein war am 30.12 vergangenes Jahr. Angenehme Temperatur, Sonnenschein und trocken. Ideal zum biken! Habe dann aber kurzfristig doch den Plan über den Haufen geschmissen, meine Inliner geschnappt, Schläger und Handschuhe geholt und war was Skaten. Warum weiß ich bis heute nicht, einfach so ein Gefühl das es der richtige Tag dafür ist. 2 Wochen vorher hatte ich die Skates schon einmal in der Wohnung an, weil ich eine Überhose vom Team anprobieren musste. Incl. Skates und Pads... und wenn  man schon mal die Teile anhat, kann man ja auch mal durch die Wohnung rollen. Anfangs ein sehr komisches Gefühl, aber auch direkt wieder vertraut!  Das Skaten auf der Strasse lief erstaunlicher Weise sehr gut. Die Bewegungen sicher noch abgehakt, aber fürs erste mal nach der OP doch sehr sehr gut. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie der Kopf eine dermaßen übergeordnete Rolle spielt. Laufen geht nicht, die Bewegungen sind ungewohnt, die Kraft fehlt, die Koordination nicht vorhanden. Beim Skaten? Alles wieder da! Sofort! Jede Bewegung fühlt sich richtig an und einige passieren einfach so aus dem Laufen heraus. Auf einmal fährt man Rückwärts weil die Bewegung eben Sinn macht. 30 Minuten später hab dann aufgehört, eigentlich damit gerechnet das ich jetzt die Quittung bekomme, aber das Gegenteil war der Fall. Danach war das Knie sehr geschmeidig und die Bewegungen beim Gehen flüssiger. Der Muskelkater am nächsten Tag war aber alles andere als schön! Zum Glück haben es Sauna und Schwimmbad an Silvester wieder raus gerissen. :D




Am Training hat sich wenig geändert, außer der jetzt auch noch der Oberkörper besser integriert ist. Im Detail heißt das, jeden Tag zum Sport! MO, MI, FR Beine. DI DO SA Oberkörper. Je eine Stunde, manchmal auch beides hintereinander, und den nächsten Tag frei. Wie es eben gerade passt! Nach all den Monaten Füße still halten, ist es einfach schön wieder an seine Grenzen zu gehen und nach dem Training erschöpft ins Bett zu fallen.

Auch wenn die Kraft zurück kommt und ich aktuell 56 Kilo auf der Beinpresse langsam ablassen kann, ist die Beweglichkeit die letzten 4 Wochen ein Problem gewesen. Im Moment bewege ich mich bei 130-135° in der Beugung. Das war Mitte Dezember anders. Da waren es 115-120°. Glück für mich, dass einer meine Therapeuten gerade auf einer Schulung war und mit dem komplizierten  Wort: "Myofasziale Triggerpunkttherapie" wieder kam. Einer sehr Schmerzhaften aber auch effektiven Methode um die Muskel fit und beweglich zu bekommen. Wer mehr darüber wissen will, Good Guy Google liefert einige Ergebnisse. Kurz gesagt hat mein Physio an Stellen wo beim Bewegen oder der beim ankommen in einer Endposition Schmerzen auftreten genau den Punkt gesucht wo es weh tut und da feste drauf gedrückt.... Solange bis nur noch der Druckschmerz vom Daumen da war! Alternativ wurde dem Muskel entlang ( Wade, Quadtrizeps, Semitondinus) feste Druck ausgeübt und von Ansatz zu Ansatz gezogen. Alles immer im Wechsel. Das ganze ist sehr schmerzhaft macht keinen Spaß, aber die Fortschritte waren enorm! Gerade in der Beugung gab das richtig Meter, sorry, Grad! ;)

Highlight war aber die Rückkehr aufs Eis vor 2 Tagen! Im Gegensatz zu Inlinern ist das Eis schnell, glatt und wenn man die Balance verliert recht gnadenlos. Auf der anderen Seite kann man auch mal schräg rutschen, bzw der Schuh lauft nicht wie beim Inliner seiner Bahn entlang, egal wo das Bein gerade hin will. Auf dem Eis kann man da eher den Fuß quer stellen. Wie dem auch sei, die ersten 10 Meter hatte ich mehr als Respekt vor dem Eis und vorher auch etwas Angst. Aber auch hier hat sich wieder gezeigt, die Bewegungsmuster sind da! Binnen 15 Minuten konnte man, mit Abstrichen, seine Bewegungen abrufen. Sogar Bremsen war möglich, vielleicht nicht so schnell und hart, aber es ging! Nach ca 1,5 Stunden war dann Ende. Zum Einen war das Eis hinüber, und auf der anderen Seite sollte man es nicht übertreiben. Letzteres habe ich aber geschafft. 48 Stunden später habe ich im Hintern und an den Oberschenkelseiten einen sehr netten Kater. Deswegen habe ich auch mal das Training geschwänzt und lieber mal wieder hier was getan.



Weiter gehts jetzt erstmal mit der Weiterführung des Trainings, Eislaufen und Skaten wenn es zeitlich und vom Wetter passt und dann Anfang Februar ein neuer Trainingsplan. Schnellkraft steht auf dem Programm, ebenso wie laufen lernen und die Koordination verbessern. Ich weiß zwar was ich tue und wie ich es tue,  aber die Zeit zwischen dem was ich will und der Umsetzung zwischen Diesem dauert zu lange, viel zu lange! Also noch was langsam machen, bevor man sich wieder verletzt.



10.12.2012

4. Monat  - Sportfreigabe!

 Etappenziel 1 erreicht! Bei der ersten Nachkontrolle beim Chirurg, die sich leider auf annähernd 12 Wochen Popstoperativ verschoben hatte, gab es keine Aufälligkeiten. Die Bewegung ist im Bereich der Beugung zwar noch eingeschränkt (120°) aber Sport wie Fahrradfahren und dynamische Kräftigungsübungen  sind offiziell freigegeben. Das Verbot für Schlittschuhe und Inliner hat indes aber noch Bestand. Gerade auf dem Weihnachtsmarkt mit angrenzender Eisbahn blutet einem das Herz schon sehr! 

Der Zustand des Knies ist drei Monate nach der OP zufriedenstellend. Die Narben sind bis auf eine gut verheilt. An der Entnahmestelle ist das Gewebe noch recht hart, und oft zieht es auch an der Entnahmestelle der Gracilissehne. Aber erträglich! Im Alltag merkt man langsam den Erfolg des Trainings. Treppe hoch geht fließend, Treppe runter zumindest ohne das Geländer. Ab und an sticht es mal an der Patellasehne oder innen unter der Kniescheibe, aber auch das sollte langsam weniger werden. 

Rehatechnisch geht es jetzt mit dem ersten richtigen Plan los. Das Trainingsprogramm wurde aufgeteilt in Oberkörper und Unterkörperübungen, so, dass es jetzt jeden Tag 1,5 Stunden zum Sport geht um alles wieder so in Balance zu bekommen, das eine Rückker ins Team Ende Februar auch funktionieren sollte ohne ein zu großes Trainingsdefizit zu haben. Aktuell besteht das Beintraining aus:

- Einem Sprung auf den Posturomed mit dicker Schaumstoffmatte. Möglichst mit Landung im leicht gebeugten Knie und ausbalancieren

- Beckenbodenstabilisation mit Seilzügen um Beugung, Abduktion und Streckung zu trainieren

- Kniebeugen mit Peziball im Rücken- Einbeinige Kniebeuge, während das andere Bein gebeugt in einer Schlinge hängt

- Beinpresse: exzentrische Übung, 45 Kilo langsam mit einem Bein ablassen- Beinstrecker: 12 Kilo einbeinig aus der Beugung Strecken. Der Druckschmerz unter der Kniescheibe ist zwar noch da, hat sich aber verbessert, subjektiver Eindruck!

- Beinbeuger: 12 Kilo auf dem Bauch liegend aus der Streckung anbeugen

- Beinpresse: 86 Kilo mit den Fußsspitzen bei bestrecktem Bein abdrücken und ablassen um die  Wadenmuskulatur zu pushe

- Dehnen, sowohl Beugung als auch Streckung! 

Danach ist dann auch erstmal Schicht. Den kleinen Muskelkater merkt man den Tag später schon ordentlich und auch die Bewegung ist Teilweise etwas steifer. 48 Stunden  später hat sich das aber wieder gelegt. Gerade nach den Übungen, auch die die hart an der Grenze sind, fühlt sich das Knie weicher aber stabil an. Der Großteil der Oberkörperübungen setzen einen  aktiven Stand voraus aus was einen zusätzlichen Reiz auf die Muskeln und die Bänder auswirkt. 6 Einheiten in der Woche sind sicher eine Belastung, aber man merkt einfach wie sich etwas tut, und das motiviert!