30.07.2013

1. -5. Woche nach dem "Bandencheck"



Das unschöne an einer Sprunggelenks-OP ist, dass man keine großen Sprünge erwarten darf... haha! Schon Wahnsinn wie langsam das alles läuft. Beim Knie wurde die Gradzahl immer höher in der man das Knie bewegen konnte. Die Geschwindigkeit in der man das Knie bewegt und auch der Gang wurde Woche für Woche anders. Außerdem konnte man nach 2 Wochen mit der Orthese schon Dinge tragen und brauchte keine Gehhilfen mehr... 5 Wochen am „Stock“ sind eine lange Zeit. Aber zurück zum Anfang:

Das gebrochene Sprunggelenk wurde 5 Tage nach dem Unfall Ende Juni osteosynthetisch versorgt. Am Außenknöchel gab es 4 Schrauben mit Platte, am Innenknöchel eine Schraube quer durch den Knochen u ein verschieben der Knochen zu vermeiden.

1. Woche Post-OP
Der Fuß war ziemlich dick geschwollen und grün und blau. Schmerzen hielten sich in Grenzen und eine Drainage wie bei der Knie OP war nicht von Nöten. Die Wundheilung verlief Komplikationslos. Das schlimmste, was man beim Knie nicht hatte, waren die Schmerzen wenn man den Fuß aus dem Bett gestellt hat. Der Druck der auf einmal im Fuß herrscht ist sehr unangenehm. Der Fuß war gestreckt und einer Schonhaltung die das absetzen auf die Sohle fast unmöglich gemacht hat, Ansonsten galt das übliche, Kühlen Hochlagern und Finger von der Wunde lassen!



2. Woche Post-OP
Weiterhin hoch legen und kühlen, was angesichts der Temperaturen der letzten Wochen nicht so leicht war wie man sich denken kann. Zur Unterstützung und zur Schmerzlinderung gab es einen Vacoped-Stiefel. Ein Stiefel mit Klettverschlüssen in dessen Futter Taschen hat wo kleine Kügelchen drin sind. Lässt man die Luft aus den Taschen (ähnlich wie bei den Beuteln wo man mittels Staubsauger die Kleidung verpacken kann) wird der Schuh innen hart und passt sich dem Gelenk an. Ähnlich wie ein Gips. Vorgabe war, diesen Stiefel, Zitat, ein paar Tage zu tragen. Alles unter Zuhilfenahme der Gehhilfen.

3. Woche Post-Op
Nachdem die Fäden entfernt wurden, war das Ganze erträglicher und man konnte mit dem Fuß mehr machen. Zusätzliche Lymphdrainage half beim abschwellen und eine Belastung war nach und nach Schmerzadaptiert möglich. Dann folgte der obligatorische Besuch beim Orthopäden. Ohne den Stiefel, solide in Turnschuhen, Sohlenkontakt und mit Abrollbewegungen. Epic Fail! Der Orthopäde war sichtlich angefressen, dass ich mit dem unversorgten Bruch SO durch die Gegend lief! Auch wenn ich mich strikt an den Behandlungsplan der Chirugen hielt. Er hätte auch anders operiert und das Sprunbein ebenfalls mit einer Schraube versorgt! Letztentlich wurde sogar eine zweite OP angestrebt, da der Bruch des Sprungbeins sich verschoben haben könnte. In Folge dessen sollte ich später wieder kommen und bis dahin den Stiefel tragen, und Bodenkontakt meiden. Was natürlich sehr unbefriedigend war.

4. Woche Post-OP
Der Fuß ist größtenteils Abgeschwollen und nur in Nähe der Kapsel noch dick, bzw. schwillt mal an bei Belastungt. Die Zuckungen im Fuß durch die Heilungen nehmen zu, ähnlich wie bei der Knie OP aber stellen kein Problem dar. Eis und Hochlegen hilft dabei, den Fuß schnell wieder auf Normalgröße zu bekommen und Schmerzen zu regulieren die ab und an mal aufreten. Schmerzmittel sind aber seit der dritten Woche nicht mehr von Nöten.

Das angesprochene CT war unauffällig. Die Knochen heilen gut, der Bruch des Sprungbeins ist unauffällig und hat keine Stufen gebildet. Die Heilung läuft nach Plan und sollte Ende der 6. Woche abgeschlossen sein. Ebenso darf eine Belastung des Fußes jetzt erfolgen. Unter Druck und der damit verbundenen besseren Durchblutung des Fußes soll die weitere Heilung angeregt werden. Der Gedanke einer zweiten OP war sicherlich nicht schön. Zumal eine operative Versorgung des Sprungbeins eher als nebensächlich angesehen wurde und man den Bruch „vernachlässigen“ konnte... Schön dass dies jeder anders sieht! Ob das jetzt Glück war das der Bruch nicht verschoben ist, oder einfach nur übertriebene Angst des Orthopäden wird man wohl nicht erfahren. Hauptsache der Fuß heilt vernüftig!

5. Woche Post-OP
Den „wärmenden“ Stiefel kann man langsam mal ablegen und den Fuß mehr und mehr bewegen. Bei der Physiotherapie sollte auch mehr möglich sein und die gesteigerte Belastung hilft dabei wieder vertrauen in den Fuß zu bekommen. Nächste Woche noch, und dann kommt der Schuh weg. Gut ist auch, dass die 5. Woche die letzte Wochen mit gelbem Schein darstellt und somit ab Montag wieder der Arbeitsalltag vor der Tür steht. Dann kann man sich auch langsam von Krücken und Schuh endgültig verabschieden und wiede Auto fahren.

Fraktur des Sprungbeins im Schnitt (4. Tag nach dem Unfall)



Sprungbein 31. Tag Post OP


Auswirkungen auf das Knie:

Durch das exzessive Training der letzten Monate und der damit verbundenen Muskulatur der Beine habe ich keine negativen Auswirkungen auf das Knie feststellen können. Eigentlich bin ich sogar um die Reihenfolge der Verletzungen bzw, Operationen froh, nicht jedoch über die Tatsache! ;) Vor der letzten MPFL wurde mir erst Nahe gelegt das Knie konservativ zu behandeln. Also auf-trainieren und durch Kräftigung des Quadtrizeps und Beinachsentraining. Wenn ich mir also vorstelle jetzt 1,5 Jahre intensivst am Oberschenkel gearbeitet zu haben und durch so eine Verletzung am Sprunggelenk wieder Muskulatur am Bein einzubüßen war die OP sicher die bessere Alternative. Zumal, abgesehen von der idiotischen Idee SO in der Bande zu bremsen, ich besser Spiele, das Gefühl im Knie besser ist, die Leistung beim Sport besser und die Schmerzen nach dem Sport quasi weg sind. Dennoch ist viel Muskelmasse auf der Strecke geblieben. Das Unterschenkel des operierten Beines ist recht dünn und würde rasiert sicherlich gut zu jedem Kleid passen. Da kommt eine menge Arbeit auf einen zu bis man wieder aufs Eis oder auf Inliner kann. Wen überhaupt in nächster Zeit. Platte und Schrauben sind außen sichtbar und man kann sie fühlen durch das wenige Fleisch am Knöchel. Die Frage ist also, und dafür erntet man genug Kopfschütteln, passt der Fuß so überhaupt in den Schuh oder scheuer ich mir damit nicht sogar alles Wund. Von Innen! Aber diese Antwort gibt es wohl erst in 2 Monaten! :o






30.06.2013

Knie ganz, Fuß kaputt! Karma is a bitch...

Nach längerer Pause, bedingt durch Jonb und Privatleben wurde ich die Woche Schmerzhaft daran erinnert das man wieder was schreinben sollte! Der letzte Eintrag ist schließlich schon länger her!

Das Knie ist nach wie vor sehr Stabil! Diverse Trainingseinheiten beim Inlinehockey, Mountainbiken sowie Wöchentlicher Kraftsport steckt das Knie locker weg! Keine Schwellungen, schmerzen oder limitierung der Bewegung. Eigentlich fällt es schwer was zu schreiben, wenn es keine Probleme oder Änderungen gibt. Muskelaufbau lief konstant und der Kopf wird auch immer freier. Sprünge aus dem Stand auf eine Bank oder herunten sind kein Problem. 134 Kilo auf der Beinpresse sind ebenfalls zu schaffen, wenn auch nur ein paar mal!

Unterm Strich ist das Knie stabil, stabiler als der Fuß! Donnerstag beim zocken in einer Hobbytruppe hat der Skate mit das Sprunggelenk 3x gebrochen. in 2 Tagen wird operiert. Platte, Schrauben, das volle Programm! Ich bin gespannt wie das Knie diese Ruhigstellung wegsteckt , wie der Muskelabbau Probleme bereitet und wie lange es dauert, bis man an dem Punkt ist, wo man vor einer Woche noch war!

Also in Zunkunft statt MPFL-Plastik "vom Nageln und schrauben"...

22.02.2013

2 Jahre - 2 Monate - 14 Tage -



2 Jahre - 2 Monate - 14 Tage -

so lange hat es gedauert um jetzt wieder "voll" einsteigen zu können! Dazwischen 3 OPs (ASK + 1x MPFL links und rechts ) und dem gescheiterten Versuch im letztem Jahr, wieder zu spielen.

Viel Erwähnenswertes passiert leider nicht am Ende einer solchen OP. Während man am Anfang immer neue Eindrücke bekommt und sich Wöchentlich etwas ändert, ist es am Ende eine längere Phase wo man Veränderungen feststellt!

Das Jahr 2013 geht bist jetzt mit der Rekonvaleszenz problemlos weiter! Dem Ausflug aufs Eis folgte Mitte Februar die erste Runde Inlinehockey beim alten Team. Eigentlich eine ungeplante Aktion. Von jetzt auf gleich hatte ich beschlossen "heute Abend ist ein guter Zeitpunkt dafür". Die Freigabe hatte ich zwar vorher schon, aber Defizite in der Muskulatur und der Balance haben mich selbst noch davon abgehalten die Schuhe zu schnüren.

Positiv ist, ich habe es geschafft die Eishockeyausrüstung fehlerfrei an zu ziehen und das auch in der richtigen Reihenfolge. Über alles was danach kam sollte man den Mantel des Schweigens legen. Der sportliche Ehrgeiz war sicher da aber  man würde wohl sagen: "Hat sich redlich bemüht mit zu spielen". Es ist unglaublich wie sehr man abgebaut hat was das Mentale angeht.  Natürlich bin ich langsam, der Antritt fehlt und das Bremsen ist nur mit größter Anstrengung möglich. Gut, das war mir klar, aber wie langsam die Befehle umgesetzt werden, unglaublich!  Laufen, mit dem Stock den Ball führen, Pass annehmen und schnell entscheiden ob man weiter passt oder läuft... da vergehen gefühlte Ewigkeiten, die es dem Gegenspieler leicht machen einem den Ball abzunehmen.   Auch das Wechseln von Vorwärts auf Rückwärts, ein  Richtungswechsel... alles dauert länger oder man hat einen Zwischenschritt in der Bewegung. Problematisch, und hier sehe ich das größte Risiko neben dem Körperspiel, sind ungeplante Aktionen. Situation wo man aus dem Affekt heraus reagiert und keine vorher geplante Bewegung ausführt. Es heißt also jetzt, Routine ins Spiel zu bringen, Abläufe neu lernen und vor allem Vertrauen ins Knie und das eigene Können aufbauen! Als Ziel habe ich mir 3 Monate gesetzt in denen man es schaffen sollte so weit zu kommen, dass man evt. noch ein Ligaspiel mitspielen könnte...

3x die Woche spielen wäre sicher wieder das absolute Optimum, aber die MTT muss auch noch ihren Platz finden. Hinknien und auf die Ferse setzen zieht noch im Knie. Treppe runter ist immer noch schwer, und das Laufen wird so langsam (8-10 km/h). Einbeinige Kniebeugen sind ebenfalls nicht möglich, sowie aus der Hocke springen. Der Schmerz unter der Kniescheibe ist nach wie vor präsent, stört aber nicht beim Hockey!

In 3-4 Wochen steht das erste Zocken auf dem Eis mit Puck an, bis dahin müssen ein Paar Bewegungen aus dem FF sitzen, da Eis schneller und auch einen Ticken gefährlicher ist. Angst ist da aber keine, eher so ein nervöses Kribbeln ...

14.01.2013

Wenn es einem besser geht...




.... vergisst man einfach viel, bzw hat viel zu tun!

Für ein frohes neues Jahr ist es sicher schon zu spät, aber etwas Anstand gehört dann ja doch noch dazu. In diesem Sinne also allen mitlesenden ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr!

Seit dem letzten Eintrag hat sich einiges getan. 3 Wochen Urlaub, Weihnachten, Neujahr und dann wieder der Arbeitsstress. Also alles Gründe, warum hier nicht mehr wirklich viel passiert ist. Asche auf mein Haupt, aber auch Indiz dafür, dass man einfach wieder viel machen kann mit dem Knie.

Aber alles Step by Step!

Dem Knie an sich geht es soweit gut. Keine Schwellneigung, keine Belastungsschmerzen nach dem Sport und auch sonst keine Reizungen im Alltag. Was nach wie vor Probleme bereitet ist das Laufen, der Treppe runter hakt es noch was und zieht unter der Kniescheibe. Ebenso ist beim Training der Curl ist nach wie vor der größte Feind. Einbeinig sind es da zwar mittlerweile 12 Kilo die bewegt werden, aber bei ca 30° Beugung ist da immer noch so ein fieser Schmerz im Knie. Genauer gesagt unter der Kniescheibe, innen liegend. Mal mehr, mal weniger. Wie schon einmal erwähnt, ist dies der selbe Schmerz wie beim letzten mal, und ich hoffe, dass er wieder weg geht.

Erster Meilenstein war am 30.12 vergangenes Jahr. Angenehme Temperatur, Sonnenschein und trocken. Ideal zum biken! Habe dann aber kurzfristig doch den Plan über den Haufen geschmissen, meine Inliner geschnappt, Schläger und Handschuhe geholt und war was Skaten. Warum weiß ich bis heute nicht, einfach so ein Gefühl das es der richtige Tag dafür ist. 2 Wochen vorher hatte ich die Skates schon einmal in der Wohnung an, weil ich eine Überhose vom Team anprobieren musste. Incl. Skates und Pads... und wenn  man schon mal die Teile anhat, kann man ja auch mal durch die Wohnung rollen. Anfangs ein sehr komisches Gefühl, aber auch direkt wieder vertraut!  Das Skaten auf der Strasse lief erstaunlicher Weise sehr gut. Die Bewegungen sicher noch abgehakt, aber fürs erste mal nach der OP doch sehr sehr gut. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie der Kopf eine dermaßen übergeordnete Rolle spielt. Laufen geht nicht, die Bewegungen sind ungewohnt, die Kraft fehlt, die Koordination nicht vorhanden. Beim Skaten? Alles wieder da! Sofort! Jede Bewegung fühlt sich richtig an und einige passieren einfach so aus dem Laufen heraus. Auf einmal fährt man Rückwärts weil die Bewegung eben Sinn macht. 30 Minuten später hab dann aufgehört, eigentlich damit gerechnet das ich jetzt die Quittung bekomme, aber das Gegenteil war der Fall. Danach war das Knie sehr geschmeidig und die Bewegungen beim Gehen flüssiger. Der Muskelkater am nächsten Tag war aber alles andere als schön! Zum Glück haben es Sauna und Schwimmbad an Silvester wieder raus gerissen. :D




Am Training hat sich wenig geändert, außer der jetzt auch noch der Oberkörper besser integriert ist. Im Detail heißt das, jeden Tag zum Sport! MO, MI, FR Beine. DI DO SA Oberkörper. Je eine Stunde, manchmal auch beides hintereinander, und den nächsten Tag frei. Wie es eben gerade passt! Nach all den Monaten Füße still halten, ist es einfach schön wieder an seine Grenzen zu gehen und nach dem Training erschöpft ins Bett zu fallen.

Auch wenn die Kraft zurück kommt und ich aktuell 56 Kilo auf der Beinpresse langsam ablassen kann, ist die Beweglichkeit die letzten 4 Wochen ein Problem gewesen. Im Moment bewege ich mich bei 130-135° in der Beugung. Das war Mitte Dezember anders. Da waren es 115-120°. Glück für mich, dass einer meine Therapeuten gerade auf einer Schulung war und mit dem komplizierten  Wort: "Myofasziale Triggerpunkttherapie" wieder kam. Einer sehr Schmerzhaften aber auch effektiven Methode um die Muskel fit und beweglich zu bekommen. Wer mehr darüber wissen will, Good Guy Google liefert einige Ergebnisse. Kurz gesagt hat mein Physio an Stellen wo beim Bewegen oder der beim ankommen in einer Endposition Schmerzen auftreten genau den Punkt gesucht wo es weh tut und da feste drauf gedrückt.... Solange bis nur noch der Druckschmerz vom Daumen da war! Alternativ wurde dem Muskel entlang ( Wade, Quadtrizeps, Semitondinus) feste Druck ausgeübt und von Ansatz zu Ansatz gezogen. Alles immer im Wechsel. Das ganze ist sehr schmerzhaft macht keinen Spaß, aber die Fortschritte waren enorm! Gerade in der Beugung gab das richtig Meter, sorry, Grad! ;)

Highlight war aber die Rückkehr aufs Eis vor 2 Tagen! Im Gegensatz zu Inlinern ist das Eis schnell, glatt und wenn man die Balance verliert recht gnadenlos. Auf der anderen Seite kann man auch mal schräg rutschen, bzw der Schuh lauft nicht wie beim Inliner seiner Bahn entlang, egal wo das Bein gerade hin will. Auf dem Eis kann man da eher den Fuß quer stellen. Wie dem auch sei, die ersten 10 Meter hatte ich mehr als Respekt vor dem Eis und vorher auch etwas Angst. Aber auch hier hat sich wieder gezeigt, die Bewegungsmuster sind da! Binnen 15 Minuten konnte man, mit Abstrichen, seine Bewegungen abrufen. Sogar Bremsen war möglich, vielleicht nicht so schnell und hart, aber es ging! Nach ca 1,5 Stunden war dann Ende. Zum Einen war das Eis hinüber, und auf der anderen Seite sollte man es nicht übertreiben. Letzteres habe ich aber geschafft. 48 Stunden später habe ich im Hintern und an den Oberschenkelseiten einen sehr netten Kater. Deswegen habe ich auch mal das Training geschwänzt und lieber mal wieder hier was getan.



Weiter gehts jetzt erstmal mit der Weiterführung des Trainings, Eislaufen und Skaten wenn es zeitlich und vom Wetter passt und dann Anfang Februar ein neuer Trainingsplan. Schnellkraft steht auf dem Programm, ebenso wie laufen lernen und die Koordination verbessern. Ich weiß zwar was ich tue und wie ich es tue,  aber die Zeit zwischen dem was ich will und der Umsetzung zwischen Diesem dauert zu lange, viel zu lange! Also noch was langsam machen, bevor man sich wieder verletzt.



10.12.2012

4. Monat  - Sportfreigabe!

 Etappenziel 1 erreicht! Bei der ersten Nachkontrolle beim Chirurg, die sich leider auf annähernd 12 Wochen Popstoperativ verschoben hatte, gab es keine Aufälligkeiten. Die Bewegung ist im Bereich der Beugung zwar noch eingeschränkt (120°) aber Sport wie Fahrradfahren und dynamische Kräftigungsübungen  sind offiziell freigegeben. Das Verbot für Schlittschuhe und Inliner hat indes aber noch Bestand. Gerade auf dem Weihnachtsmarkt mit angrenzender Eisbahn blutet einem das Herz schon sehr! 

Der Zustand des Knies ist drei Monate nach der OP zufriedenstellend. Die Narben sind bis auf eine gut verheilt. An der Entnahmestelle ist das Gewebe noch recht hart, und oft zieht es auch an der Entnahmestelle der Gracilissehne. Aber erträglich! Im Alltag merkt man langsam den Erfolg des Trainings. Treppe hoch geht fließend, Treppe runter zumindest ohne das Geländer. Ab und an sticht es mal an der Patellasehne oder innen unter der Kniescheibe, aber auch das sollte langsam weniger werden. 

Rehatechnisch geht es jetzt mit dem ersten richtigen Plan los. Das Trainingsprogramm wurde aufgeteilt in Oberkörper und Unterkörperübungen, so, dass es jetzt jeden Tag 1,5 Stunden zum Sport geht um alles wieder so in Balance zu bekommen, das eine Rückker ins Team Ende Februar auch funktionieren sollte ohne ein zu großes Trainingsdefizit zu haben. Aktuell besteht das Beintraining aus:

- Einem Sprung auf den Posturomed mit dicker Schaumstoffmatte. Möglichst mit Landung im leicht gebeugten Knie und ausbalancieren

- Beckenbodenstabilisation mit Seilzügen um Beugung, Abduktion und Streckung zu trainieren

- Kniebeugen mit Peziball im Rücken- Einbeinige Kniebeuge, während das andere Bein gebeugt in einer Schlinge hängt

- Beinpresse: exzentrische Übung, 45 Kilo langsam mit einem Bein ablassen- Beinstrecker: 12 Kilo einbeinig aus der Beugung Strecken. Der Druckschmerz unter der Kniescheibe ist zwar noch da, hat sich aber verbessert, subjektiver Eindruck!

- Beinbeuger: 12 Kilo auf dem Bauch liegend aus der Streckung anbeugen

- Beinpresse: 86 Kilo mit den Fußsspitzen bei bestrecktem Bein abdrücken und ablassen um die  Wadenmuskulatur zu pushe

- Dehnen, sowohl Beugung als auch Streckung! 

Danach ist dann auch erstmal Schicht. Den kleinen Muskelkater merkt man den Tag später schon ordentlich und auch die Bewegung ist Teilweise etwas steifer. 48 Stunden  später hat sich das aber wieder gelegt. Gerade nach den Übungen, auch die die hart an der Grenze sind, fühlt sich das Knie weicher aber stabil an. Der Großteil der Oberkörperübungen setzen einen  aktiven Stand voraus aus was einen zusätzlichen Reiz auf die Muskeln und die Bänder auswirkt. 6 Einheiten in der Woche sind sicher eine Belastung, aber man merkt einfach wie sich etwas tut, und das motiviert!

23.11.2012

4 Wochen Training, ein Resümee

Vier Wochen Training - Ein kleines ResümeeDie ersten 4 Wochen Training liegen hinter einem, und die Übungen als auch die Gewichte haben sich stehts angebpass.

Stichwort Schmerzadaptiertes Training!Das größte Problem ist und bleibt derzeit die Beugung. 110°-120° , mehr ist es grob geschätzt noch nicht, reicht aber aus um einen Großteil der Übungen zu bewältigen. Das Treppenlaufen wird ebenfalls besser, scheitert aber beim Runtergehen an der noch schwachen Muskulatur. Auf dem Trainingplan für die unteren Extremitäten stehen derzeit 6 Übungen:

- Koordinationsübungen auf dem Pustorumed: Einbeinstand, in einer fließende Bewegung auf die Trittfläche gehen und mit geschlossenen Augen die Balance halten! Letzteres ist Anfangs sogar auf einer stabilen Unterlage schwer. Durch das ganze Ausbalancieren ist unebenes Gelände mittlerweile gar kein Problem und ich kann auch wieder durch die Wiese abkürzen.

- Knieextension: Liegend gegen einen Widerstand (zwei 50kg Expander) das gebeugte Bein durchstrecken, bis die Kniekehle die Matte berührt. 2 Sätze mit 20-25 Wiederholungen. Eigentlich eine sehr öde Übung, man merkt aber danach, dass der Streckmuskel, vor allem der Vastus medialis danach sehr viel besser angesteuert wird. 

- Beinpresse: Die Übung die mir persönlich am meisten Spaß macht. Angefangen bei 35kg  mit beiden Beinen und einem ziemlichen ziehen beim Absenken (da war die Beugung noch nicht so gut wie jetzt. Ca 90-100°) und zwischenzeitlich 56-66kg bin ich  jetzt ohne Schmerzen bei 86 Kilo gelandet. Die Rate der Wiederholungen ist mit dem Gewicht aber gesunken. Während es anfangs 20-25 Wiederholungen waren hat sich das Ganze jetzt bei 10-12 Wiederholungen eingependelt. Das nächste Ziel werden 96 Kilo bei 5-8 Wiederholungen werden. Evt. auch weniger Kilos und dann einbeinig das Nachgeben üben. Also exzentrisches Krafttraining.

- Beincurl: Das Strecken des Beines im sitzen geht  tut aber bei ca 10° Beugung sch*** weh! Da ist so eine Stelle, wenn man da in dieser 10° Beugte ist, da könnte man an der Wand hoch gehen. Mehr als 12-16 Kilo sind da erstmal nicht drin. Die selben Schmerzen hatte ich letztes Mal auch. Ein tiefer, richtig fieser Stich medial an der Kniescheibe, oder drunter... so genau merkt man das leider nicht durch die Intensität. Eigentlich da, wo die Kniescheibe jetzt weiter innen sitzt und kein Knorpelschaden erkennbar war, aber auch da, wo die Schrauben sitzen... Ich denke mal, das kommt von der neuen Position der Patella und wird sich einspielen. Wenn nicht, wirds bitter mit dem weiteren Training!

- Ab- und Adduktorentraining am Gerät. Nicht wirklich Kniespezifisch aber eben nötig! 

Unterm Strich kein Monsterprogramm, aber um wieder rein zu kommen recht gut, der erste Muskelkater nach der OP ist es einfach wert!  In 2 Wochen gibt es einen neuen Plan in dem sicher mehr Wert auf die Kraft und vor allem Koordination und Beweglichkeit gelegt wird. Noch habe ich das Ziel nicht aufgegeben im Januar wieder auf Skates zu stehen, auch wenn es wohl erstmal Inliner werden um die Muskulatur langsam dran zu gewöhnen! Letztendlich entscheidet das aber wer anders..

09.11.2012

Ende 10. Woche

10 Wochen sind jetzt seit der OP vergangen und unterm Strich kann ich zufrieden kann, wenn ich nicht so ungeduldig werde. Es heißt, mit einer Knieverletzung lernt man geduldig zu werden... gelogen! Entweder man kann es, oder nicht, das ist wie das Ordnung halten und beides zählt nicht gerade zu meinen Stärken wie mir scheint! Das Sportprogramm steht und zwingt einen manchmal schon (achtung Wortspiel) in die Knie! Das Hauptaugenmerk in der MTT die ich neben der MT mache liegt derzeit auf Mobilisation sowie  Anschulung und Koordination.  Neben den üblichen Übungen für den Streck und Beugeapparat dürfen hier noch andere Geräte in Anspruch genommen werden. Die größten und schnellsten Fortschritte sammelt man bei der Koordination auf dem Posturomed, auch wenn es Anfänglich was wackelig ist, lernt der Körper sehr schnell die Balance zu halten und merkt was alles möglich ist. Grade wenn eine Unsicherheit bei unebenen Untergrund herrscht lernt man hier sehr viel. An der Beinpresse kommt man dann wieder an seine Grenzen. Vor der OP kam ich mit einem Bein auf 86-96 Kilo und 8-12 Wiederholungen, je nach Tagesform. Jetzt sind es 46-56 Kilo, beidbeinig!  Es zwickt und zieht und ich glaube manchmal, dass es nicht die Kraft ist die fehlt, sondern einfach die ungewohnte Belastung. Gefühlt wird es nach jeder Einheit besser, aber der Eindruck ist, wie so vieles, sehr subjektiv. Verglichen mit dem letzten Jahr bin ich schon mal +20kg. Da waren es Anfangs 36 Kilo, also nicht mal das halbe Körpergewicht! Unterm Strich tut es aber gut sich mal wieder aus zu powern und die kleinen Erfolge zu sehen. Grade dann, wenn es woanders hängt. Die Beugung ist, mit viel Anstrengung und unter erträglichen Schmerzen  bei 110 Grad. Laut Orthopäden voll im Soll, mir reicht es nicht!  Ich das ich nicht vergleichen soll, aber das lief letztes mal schneller! Da saß ich nach 49  Tagen auf dem Fahrrad. Diesmal habe ich knapp an 10-14 Tage mehr gebraucht. Bis auf Treppen stellt das tägliche Leben keine Probleme mehr bereit. Hoch ist das ja alles ok, auch mit einem nassen Wäschekorb, aber Treppe runter?  Mit Geländer und abstützen geht das von der Bewegung her. Aber runter... L*ck mich... erst gehts, dann sackt man ein und es tut weh. Da fehlt wirklich die Kraft!   Mies ist auch der eingehende stechende Schmerz unter der Kniescheibe. Beim letzten mal bin ich davon ausgegangen dass es der Knorpelschaden ist, der mir das Leben erschwert. Letztendlich wurde es mit Steigerung der Belastung aber besser, bis es ganz weg war. Ich hoffe also, dass es diesmal auch so wird, aber man weiß ja nie!

 

Gehen ist einfacher geworden, je nach Tagesform hinke ich noch mal hier und da aber es wird flüssiger. Sich im Zug bewegen oder Steigungen herunter geht ist ebenfalls leichter und das längere Sitzen fällt erst beim aufstehen auf, wenn alles so schön steif ist. Notiz an mich selbst, öfter dehnen! 

Das positivste der letzten Wochen war aber der Besuch beim Orthopäden. Wenn ich mit der Mobilisation und dem Krafttraining vorankomme und das Bein dementsprechend stabilisiere, steht einer Rückkehr in die Skates nichts im Wege! Zielsetzung der nächsten Wochen: Volle Beugung, Steigerung der Beweglichkeit und eine Treppe runter gehen ohne zu fluchen.